Lexikon/Glossar


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Abfindung
Für die Beendigung einer Rechtsstellung (z. B. der Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft als Gesellschafter) zu zahlender Geldbetrag.

Abfärberegelung
Einkommensteuerliche Bestimmung, wonach die gesamten Einkünfte einer Gesellschaft als Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu behandeln sind, wenn die Gesellschaft eine geringfügige gewerbliche (Neben-) Leistung erbringt.

Ablieferung
Zeitpunkt, zu dem die Werft den Neubau an die Reederei übergibt. Eventuelle Restarbeiten werden vom Werftpersonal auf See erledigt. Bei Infahrtsetzung ist das Schiff einsatzbereit zum Antritt der Charter.

Abschattung
Verminderung der Windgeschwindigkeit durch größere Hindernisse (z.B. Häuser, Baumgruppen) und dadurch Erzeugung von Turbulenzen, die für Betrieb und Lebensdauer der Windenergieanlage nachteilig sein können. Durch Aufstellung mehrerer dicht beieinander stehender Windenergieanlagen ergeben sich gegenseitige, leistungsmindernde Störungen der Anlagen (Abschattungen). Siehe auch Parkwirkungsgrad.

Abschreibung
Nach handelsrechtlichen Vorschriften berechneter Wertverlust eines Vermögensgegenstandes, der als Aufwendung zu einer Minderung des Jahresergebnisses führt (steuerlich: Absetzungen für Abnutzung "AfA", die das zu versteuernde Einkommen mindern).

Abwahlmöglichkeiten
Möglichkeit, eine einzelne Dienstleistung abzuwählen

Added Value
In der VC-Sprache versteht man darunter den Wertzuwachs, der durch Einbringen von Management-Know-How und die Betreuung der Beteiligungsgesellschaft erzielt wird.

Agio
Begriff ursprünglich aus dem Wertpapiergeschäft. Aufgeld oder Aufschlag (normalerweise 5 %) auf den Nennwert (100 %) der Gesellschaftsbeteiligung/Zeichnungssumme.

Amber Light
Warnsignal, das auf Probleme in (potentiellen) Beteiligungsunternehmen hinweist ("Red Flag").

Anlaufkosten
Kosten, die beim Start eines Unternehmens entstehen. Beispielsweise Gründungskosten für Rechtsberatung, Notar, Handelsregistereintrag, Fondskonzept, Prospekterstellung, Prospektprüfung, Schätzgutachten, Eigenkapitalplatzierung, Fremdkapitalbeschaffung, Steuerberatung, Treuhandschaft, Geschäftsbesorgung, Mittelverwendungskontrolle, Zwischenfinanzierung usw.

Anlaufverluste
steuerliche oder handelsrechtliche Verluste in der Investitionsphase

Anteilsfinanzierung
Persönlicher Kredit, den der Anleger zur teilweisen Finanzierung seiner Fondsbeteiligung aufnimmt (Anteils- oder Refinanzierung). Zins und Tilgung bleiben auch bei fehlender Ausschüttung oder Scheitern des Fonds fällig.

Anwendungserlass
Verwaltungserlass zur Anwendung einer bestimmten Rechtsprechung

Asset Sales Deals
Übernahmetransaktionen, bei denen ein großer Teil des Kaufpreises durch Aktivaverkäufe der übernommenen Gesellschaft realisiert wird. Verkäufe nicht betriebsnotwendiger Aktiva führen zur Reduzierung des Schuldendienstes.

Asset Stripping
Verkauf von Teilbereichen oder Vermögensgegenständen eines übernommenen Unternehmens.

Asynchrongenerator
Begriff aus der Windenergie. Die am häufigsten eingesetzte Generatorart in Windenergieanlagen. Durch eine Relativbewegung (Schlupf) zwischen Läufer und umlaufendem Statorfeld wird ein elektrisches Feld induziert und so eine Spannung in der Läuferwicklung hervorgerufen. Das damit verbundene Magnetfeld des Läufers ergibt in Wechselwirkung mit dem Statorfeld die Kraftwirkung auf den Läufer. Zur Erzeugung und Aufrechterhaltung des Magnetfeldes muss dem Läufer ein Magnetisierungsstrom (Blindstrom) zugeführt werden.

Atypisch stille Beteiligung
Stille Beteiligung (geregelt in §§ 230 bis 236 HGB), bei der der stille Gesellschafter mitunternehmerisch beteiligt ist, z. B. durch Teilhabe am Gewinn und Verlust und durch das Recht zur Mitsprache bei Entscheidungen des Unternehmens, an dem die stille Beteiligung besteht.

Ausgleichsfähige Verluste
Dem Anleger zugewiesene steuerliche Verluste, die er bis zu 100 % seiner geleisteten Kommanditeinlage plus Agio mit steuerlichen Gewinnen anderer Einkunftsarten ausgleichen kann (§ 15 a Einkommensteuergesetz/EStG). Nicht ausgeglichene (verrechenbare) Verluste können - z.Zt. zeitlich und betragsmäßig unbegrenzt - vorgetragen und mit späteren Gewinnzuweisungen aus derselben Gesellschaft verrechnet werden.

Ausschüttung
Auszahlung liquider Mittel anteilig an die Anleger.

Ausschüttungsgarantie
Garantievertrag, wonach ein Garantiegeber unter bestimmten Voraussetzungen Ausschüttungen einer Gesellschaft an ihre Gesellschafter garantiert.

Außenanlagen
Parkplätze, Gartenanlagen etc.

Bauherren- und Fondserlass
Verwaltungserlass zur steuerlichen Regelung von Bauherrenmodellen und Immobilienfonds

Befrachter
Charterer. Siehe dort.

Befrachtungskommission
Vergütung für die Vermittlung der Charter (Adresskommission) in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes (z.B. 2,5 %) der Charterrate.

Beirat
Gremium, das die Interessen der Kapitalanleger vertritt und mehrheitlich von ihnen aufgestellt und gewählt wird. Unterstützt und berät die Fondsgeschäftsführung nicht im Tagesgeschäft, sondern in wichtigen Fragen der Unternehmenspolitik und berichtet den Anlegern.

Benchmark
Auch "Milestone", herausragende Punkte in der Unternehmensentwicklung, bei deren Erreichen z.B. über eine weitere Kapitalzufuhr befunden wird.

Beteiligungsgesellschaft
Hier zu verstehen als Unternehmen oder geschlossener Fonds, an dem sich das Publikum durch Zeichnung von Fondsanteilen beteiligen kann. Anleger tritt als Gesellschafter mit allen Rechten (u.a. Mitwirkungs- und Kontrollrechte, Anteil am laufenden Ergebnis und am Liquidationsgewinn) und Pflichten (Einzahlung der Einlage, Haftung usw.) ein.

Beteiligungsprospekt
Angebotsbroschüre mit wesentlichen Eckdaten und Verträgen des geschlossenen Fonds. Prospektbestandteile: Beschreibung der wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Konzeption, der wichtigen Fondspartner, der Chancen und Risiken. Zahlenwerk mit Investitions-, Finanzierungs-, Ergebnis- und Liquiditätsplanung. Vertragswerk mit Gesellschaftsvertrag, Treuhandvertrag, Zeichungsschein bzw. Beitrittserklärung. Erfordernis der Prospektwahrheit und -klarheit. Prospektherausgeber haftet für richtigen und vollständigen Prospektinhalt. § 264 a Strafgesetzbuch (StGB) - Kapitalanlagebetrug - bezieht sich auf falsche Prospektdarstellung.

Beteiligungstreuhänder
Treuhänder, der im eigenen Namen, jedoch im Treuhandauftrag und für Rechnung eines anderen, eine Beteiligung an einer Gesellschaft übernimmt und hält.

Betriebsergebnis
Gewinn oder Verlust als Differenz aus jährlich abgegrenzten Erträgen (Miet-, Charter-, Zinserträge usw.) und Aufwendungen (Personalaufwand, Abschreibungen und sonstiger Sachaufwand).

Betriebsfinanzamt
zuständiges Finanzamt der Fondsgesellschaft

Betriebskosten
Kosten, die nach Abschluss der Investitions-/Startphase während des laufenden Betriebs eines Unternehmens anfallen.

Betriebsphase
Zeitraum von ca. 8 bis 15 oder 20 Jahren zwischen Investitionsphase und Auflösung des Unternehmens. Vermarktung (Vercharterung, Vermietung, Energieumsatz) und Verwaltung des Investitionsobjektes mit monatlicher, mindestens jährlicher Abrechnung der betrieblichen Ergebnisse.

Blockbuster
Kinofilm, der überdurchschnittliche Einspielergebnisse erzielt.

BMF-Schreiben
Bundeseinheitlicher Verwaltungserlass des Bundesministeriums der Finanzen

Box-Office
Filmeinnahmen an der Kinokasse.

Break-Even-Point
Gewinnschwelle. Gibt die Umsatzmenge an, bei der die Erlöse gerade die fixen und variablen Kosten decken, d.h. eine Firma weder mit Gewinn noch Verlust arbeitet.

Bridge Financing
Überbrückungsfinanzierung. Finanzielle Mittel, die einem Unternehmen zur Vorbereitung des Börsengangs vor allem mit dem Ziel der Verbesserung der Eigenkapitalquote zur Verfügung gestellt werden.

Bruttocharterrate
Im meist standardisierten Chartervertrag zwischen Reederei (siehe dort) und Charterer (siehe dort) festgelegter Preis für die Überlassung eines Schiffes. Durchweg in USD pro Tag (p.d., engl. per day) oder Monat angegeben.

Bruttoerlöse
Erlöse aus der Filmverwertung vor Abzug der Vertriebskosten.

Buchwert
Wert eines Wirtschaftsgutes in den Geschäftsbüchern des Fonds zum Jahresende. Durch jährliche Abschreibungen verringert sich der ursprüngliche Anschaffungswert schrittweise. Buchwert weicht regelmäßig vom tatsächlich erzielbaren Marktpreis oder Verkehrswert ab.

Buffer
Puffer. Ausdruck für ungenutzte Kreditlinien oder Barreserven.

Bugstrahlruder
Propeller in einem Unterwassertunnel im Vorderteil (Bug) des Schiffes. Ermöglicht Querbewegung oder Drehen des Schiffes und unterstützt Manöver in engen Revieren, z.B. Häfen.

Bulker
Schiff für den Transport von Massengut (bulk), meistens Getreide, Erz, Kohle, aber auch Rohöl. Entsprechend OBO-Carrier - Frachter für ore/Erz, bulk/Massengut, oil/Öl.

Bundesfinanzhof (BFH)
Oberstes deutsches Finanzgericht

Burn-Out Turnaround
Auch als "Restart" bezeichnet. Drastische Umgestaltung bzw. Restrukturierung eines Unternehmens, das große wirtschaftliche Probleme hat. Dabei wird neues Gesellschaftskapital von Dritten eingebracht. Die Anteile der Altgesellschafter werden verwässert.

Burn Rate
Die Zeitspanne, bis das einem Unternehmen zur Verfügung gestellte Kapital verbraucht ist.

Business Angel
Vermögende Privatpersonen, die Forschungen oder Erfindungen finanzieren. Im angloamerikanischen Raum verbreitet vorkommende Finanzierung von Venture Capital. Siehe auch Seed Capital.

Business Plan
Geschäftsplan eines Unternehmens, in dem die Vorhaben, die Ziele und die Wege, um diese zu erreichen, aufgeführt und quantifiziert sind.

Buy Back
Exitvariante. Exit (siehe dort), bei dem die Anteile durch die Altgesellschafter zurückgekauft werden.

Capital Gain
Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen.

Captive Fund
Fonds, der Teil einer größeren Finanzinstitution ist oder ihr gehört. Gegensatz: Indipendent Fund (siehe dort)

Carried Interest
Gewinnbeteiligung der Managementgesellschaft und deren Manager am Erfolg der verwalteten Fonds, z.B. 20 % für Managementgesellschaft und 80 % für Investoren. Meist wird eine Hurdle Rate (siehe dort) eingebaut.

Case Scenario
Im Zusammenhang mit der Prüfung einer potentiellen Beteiligung werden verschiedene Fallstudien durchgeführt: ein "pessimistic case scenario" für eine negative Entwicklung, ein "optimistic case scenario" für die günstigste Entwicklung und ein "most likely scenario" für eine am wahrscheinlichsten gehaltene Entwicklung.

Cash Flow Deals
Traditionelle Form von MBO (siehe dort), die weitgehend auf der Basis der erwirtschafteten flüssigen Mittel eines Unternehmens finanziert werden. Schlüsselgröße ist der Cash flow, aus dem die Rückführung der aufgenommenen Fremdkapitalmittel und der Zinsdienst für die Finanzierung eines Buy-Out getragen werden muss.

Charterer
"Mieter" eines Schiffes für eine bestimmte Zeit oder Reise.

Chinese Walls
Informationsbarrieren, die innerhalb einer Finanzsituation bestehen, so dass verschiedene Abteilungen von der jeweiligen Tätigkeit der anderen nichts wissen, oder die errichtet werden, um z.B. Interessenkonflikte zu vermeiden.

Co-Venturing
Beteiligung durch mehrere Investoren, von denen einer als Lead-Investor (siehe dort) auftritt. Siehe auch Syndication

Coating
Spezielle Beschichtung der Ladetanks eines Tankschiffs. Wichtig wegen unterschiedlich empfindlicher Ladung.

Collecting Agent
Zieht treuhänderisch alle Erlöse ein und verteilt sie an die Rechteinhaber.

Completion Bond
Versichert die Fertigstellung eines Films; überprüft vor der Produktion das Budget; Mittelverwendungskontrolle während der Dreharbeiten.

Container
International standardisierter und registrierter Metallbehälter. Wiederverwendbare Transportverpackung für unterschiedliche Frachtgüter (Stück-, Flüssig-, Schütt-, Kühl-, Gefahrgut usw.). Seit 1956 im See- und Landtransport eingesetzt. Siehe auch FEU und TEU.

Corporate Venturing
Venture-Capital-Finanzierungen durch Industrieunternehmen bzw. deren eigene Venture-Capital-Gesellschaften, die vorrangig strategisches Konzerninteresse verfolgen.

COT
Chemical-Oil-Tanker, Chemikalien- und Öl(produkten)tanker. Beispielsweise steht das Kürzel COT 20 für einen Tanker mit einer Ladetankkapazität von 20.000 Kubikmetern. Bekannt sind COT 10/12,5/20/25.

Damnum
Teil der Kosten eines Kredits (Kosten der Kreditbeschaffung und Teil der Kreditzinsen), der als Einmalbetrag, z. B. im Wege der Einbehaltung von dem Auszahlungsbetrag eines Darlehens, gezahlt wird.

DBA
Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Staaten zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen sowie verschiedener sonstiger Steuern und zur Regelung anderer Fragen auf steuerlichem Gebiet.

Deal Flow
Investmentmöglichkeiten, die einer Venture-Capital-Gesellschaft angetragen werden.

Degressive Abschreibung
Zeitliche Abschreibungsmethode, bei der die jährliche Abschreibung (Absetzung für Abnutzung, AfA) mit einem festen Prozentsatz vom jeweiligen Restbuchwert des Wirtschaftsgutes errechnet wird. Gegensatz: lineare AfA (fester Prozentsatz bezogen auf ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungswert).

Development Capital
Kapital zur Finanzierung der Geschäftsentwicklung reiferer mittelständischer Unternehmen, siehe auch Expansion Financing

DEWI
Deutsches Windenergie-Institut GmbH, Wilhelmshaven. 1990 vom Bundesland Niedersachsen gegründete gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Wichtige Institutsziele: Forschung und Entwicklung im Windenergiebereich, Beratung und Gutachtertätigkeit, bundes- und weltweite Kooperationen.

Dienstbarkeit
Belastung eines Grundstücks in der Weise, dass ein anderer das Grundstück in einzelnen Beziehungen benutzen darf, dass auf dem Grundstück gewisse Handlungen nicht vorgenommen werden dürfen oder dass die Ausübung eines Rechts ausgeschlossen ist, das sich aus dem Eigentum des belasteten Grundstücks ergibt (geregelt in §§ 1018 bis 1029 und 1090 bis 1093 BGB).

Doppelhülle
Doppelte Haut (engl. double hull) auf beiden Seiten eines Frachtschiffs, insbesondere Tankers. Oft zusätzlich konstruierter, durchgehender Doppelboden (engl. double bottom). Ziel: Bei Schiffshavarie Schutz der Umwelt vor Austritt gefährlicher Ladung.

Drei-Objekt-Grenze
Von der Rechtsprechung festgelegte, typisierte Grenze, bei deren Überschreiten die private Vermögensverwaltung in eine gewerbliche Tätigkeit umschlägt

DtA
Die Deutsche Ausgleichsbank mit Sitz in Bonn ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts, die Darlehen und Fördergelder anbietet. Die DtA wurde vornehmlich zur Unterstützung bei der Eingliederung von Vertriebenen und Flüchtlingen gegründet. Heute stehen vor allem die Förderung von Existenzgründern, aber auch der Umweltschutz sowie sozial-gesellschaftliche Einrichtungen im Vordergrund.

Due Diligence
Die detaillierte Untersuchung, Prüfung und Bewertung eines potentiellen Beteiligungsunternehmens als Grundlage für die Investmententscheidung.

dwt
deadweight tons, auch tdw (tons deadweight) oder dwat (deadweight all told). Höchstzulässige Tragfähigkeit eines Schiffes in (metrischen) Tonnen à 1.000 kg. Umfasst Ladung, Passagiere, Treibstoff, Ausrüstung, Proviant, Besatzung.

E3
Höchste deutsche Eisklasse für Handelsschiffe, die in arktischen Gewässern, Skandinavien, Ostsee, Kanada usw. eingesetzt werden. Höchste finnische Eisklasse: 1A.

Early Stage Financing
Finanzierung der Frühphasenentwicklung eines Unternehmens, beginnend von der Finanzierung der Konzeption bis zum Start der Produktion und Vermarktung.

EEG
Kürzel für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien). EEG-Ziel ist u.a., den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch zu erhöhen.

Effektivzins
Gesamtkosten eines Kredits als vom Hundert-Satz des Kredits (Einzelheiten zur Berechnung des Effektivzinses sind in § 4 der Preisangabenverordnung geregelt). Siehe auch "Interner Zinsfuß"

Eigenkapital
Auch Eigenmittel genannt. Differenz zwischen Vermögen und Schulden eines Unternehmens. Bei Fonds in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft (KG) besteht es aus Kommanditkapital, Rücklagen und Gewinnvortrag. Eigenkapital + Fremdkapital (von Banken, Lieferanten oder sonstigen Kreditgebern) = Gesamtkapital der Gesellschaft.

Einheitswert
Früherer steuerlicher Wert zur Bewertung von Immobilienvermögen

Einkunftserzielungsabsicht
Absicht, langfristig einen Totalüberschuss zu erzielen

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
Eine der 7 Einkunftsarten (§ 2 EStG)

Endfinanzierung
Langfristiger Kredit, dessen Ausreichung häufig von bestimmten Voraussetzungen (wie z. B. der Eintragung von Grundpfandrechten im Grundbuch zu Gunsten des Kreditgebers) abhängt.

Equity Kicker
Möglichkeit der Fremdkapitalgeber, Anteile an der zu finanzierenden Personen- oder Kapitalgesellschaft oft zu Sonderkonditionen zu erwerben.

ERP
European Recovery Program, Europäisches Wiederaufbauprogramm. Aus dem US-amerikanischen Marshall-Plan hervorgegangen (Aufbau der west- und mitteleuropäischen Wirtschaft nach dem II. Weltkrieg). Günstige ERP-Mittel im Rahmen von Förderprogrammen der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), u.a. für Investitionen in den neuen Bundesländern, über das ERP-Umwelt- und Energiesparprogramm unter anderem Anlagen regenerativer Energien.

Errors & Omissions
Versicherung gegen Irrtümer und Unterlassungen, z.B. juristische Versäumnisse.

ESt-Spitzenbelastung
ESt-Grenzsteuersatz = Höchststeuersatz

Exit
Ausstieg eines Investors aus einer Beteiligung durch Veräußerung seines Anteils. Exitkanäle (100 %): Going Public (20 %), Buy back (44 %), Trade sale (32 %), Sonstige (4 %).

Expansion Financing
Wachstums- und Expansionsfinanzierung. Das betreffende Unternehmen hat den Break-Even-Point (siehe dort) erreicht oder erwirtschaftet Gewinne. Die Geldmittel werden zur Finanzierung von zusätzlichen Produktionskapazitäten, Produktdiversifikation oder Marktausweitung und/oder für weiteres "working capital" verwendet.

Feasibility Study
Durchführbarkeitsstudie. Analyse der technischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit eines Projektes.

Feststellungserklärung
Steuererklärung der Fondsgesellschaft

FEU
Forty-foot equivalent unit. 40 Fuß (rd. zwölf Meter) langer, genormter Container. Siehe dort und unter TEU.

Fiktiver Gewerbebetrieb
Vermögensverwaltende Gesellschaft, die durch eine oder mehrere Kapitalgesellschaften gewerblich geprägt ist (§ 15 Abs. 3 EStG)

Financing Special Cases
Unterformen: Turnaround Financing, Leveraged-Buyout Financing, Second-round Financing

First Look
Vereinbarung mit einem Verleiher, ihm zuerst den Film anzubieten.

First Stage Financing
Kapital, das für den Aufbau des Vertriebs benötigt wird

Fundraising
Das "Einwerben" von "Funds". Startphase eines Venture-Capital-Fonds, in der institutionelle, industrielle und private Anleger dafür gewonnen werden sollen, Fondsanteile zu zeichnen.

Gemeinschaftsfläche
Teil eines Gebäudes oder Grundstücks, der bzw. das von mehreren Berechtigten (z. B. mehreren Mietern oder dem Eigentümer und dem Mieter) benutzt werden kann.

Germanischer Lloyd (GL)
International renommierte Klassifikationsgesellschaft, eine Art TÜV für Schiffssicherheit, -konstruktion, -technik, Meerestechnik. Zertifizierung nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen. Übernimmt auch Bauaufsicht und Prüfung nichtmaritimer Technik. 1867 von Reedern und Versicherern gegründete Aktiengesellschaft. Sitz Hamburg. Die führenden Schifffahrtsnationen haben eigene Klassifikationsunternehmen (Lloyd's Register of Shipping/LR in Großbritannien, Det Norske Veritas/DNV in Norwegen usw.).

Geschlossener Immobilienfonds
Kapitalsammelstelle für Einzahlungen von Kapitalanlegern für eine Investition in regelmäßig feststehender Höhe. Ein geschlossener Immobilienfonds wird regelmäßig in der Rechtsform einer Personengesellschaft (z. B. Gesellschaft bürgerlichen Rechts oder Kommanditgesellschaft) geführt. Ist das erforderliche Kapital eingezahlt, wird der Fonds geschlossen; der Kreis der Kapitalanleger ist also begrenzt.

Geschäftsführungsbefugter Kommanditist
Kommanditist, der zur Führung der Geschäfte einer Kommanditgesellschaft berechtigt, nicht jedoch verpflichtet ist (die Einkünfte einer Kommanditgesellschaft, bei der keine natürliche Person persönlich haftender Gesellschafter ist, gelten steuerlich als gewerbliche Einkünfte, wenn nicht mindestens ein Kommanditist zur Geschäftsführung befugt ist).

Geschäftsführung einer Gesellschaft
Recht und Pflicht zur Führung der Geschäfte einer Gesellschaft. Die Geschäftsführung einer Kommanditgesellschaft steht nach dem Gesetz regelmäßig dem/den persönlich haftenden Gesellschafter(n) zu.

Geschäftsveräußerung im Ganzen
Veräußerung eines ganzen, funktionsfähigen Unternehmens bzw. einer Immobilie einschließlich Miet- und Wartungsverträgen

Gesellschafterversammlung
Jährliche, regelmäßige (ordentliche) oder seltener unregelmäßige (außerordentliche) Versammlung der Fondsgesellschafter.

Gewerblicher Grundstückshandel
Umschlagen der privaten Vermögensverwaltung in eine gewerbliche Tätigkeit

Gewinnzuweisung
Übertragung des steuerlichen Gewinns an den Anleger entsprechend seinem gesellschaftsvertraglich vereinbarten Anteil am Betriebsergebnis des Fonds (prozentualer Gewinn-/Verlustanteil meistens in Höhe seines Anteils am Kommanditkapital). Anleger setzt den zugewiesenen Gewinn in seiner Einkommensteuererklärung an.

GL
Abkürzung für Germanischer Lloyd. Siehe dort.

Gleichgerichtete Leistungsbeziehungen
Gleichgerichtete Leistungsbeziehungen: Angebot eines Servicepaketes

GmbH & Co. KG
Besondere Ausprägung der im Handelsgesetzbuch (HGB) geregelten Kommanditgesellschaft (KG). Der unbegrenzt haftende Gesellschafter (Vollhafter, Komplementär, persönlich haftender Gesellschafter/phG) ist keine natürliche Person wie bei der reinen KG, sondern eine juristische Person (GmbH). Übliche Form bei geschlossenen Fonds aus Gründen der Risikobegrenzung für den Vollhafter.

GMDSS
Global Maritime Distress and Safety System. Internationales Seefunk-Notruf- und Sicherheitssystem über Satellit.

Going Public
Einführung des Unternehmens an der Börse

Gondel
Befindet sich auf dem Turm einer Windenergieanlage und beinhaltet den Maschinenbereich (z.B. Getriebe, Generator, Bremssystem) sowie die Elektronik (elektrische Schaltanlagen und Regelungssysteme). Die Gondelverkleidung schützt vor Wettereinflüssen und ist schalldämmend.

GPS
Global Positioning System. Satellitengestütztes System zur exakten Standortbestimmung in der weltweiten Schifffahrt.

Großer Senat
Oberster Spruchkörper beim Bundesfinanzhof

Grundbesitzwert
Aktueller steuerlicher Wert zur Bewertung von Immobilienvermögen

Gründungskommanditist
Bezeichnung für einen Kommanditisten, der bei der Gründung einer Kommanditgesellschaft mitgewirkt hat.

Hafteinlage
(auch: Haftsumme) Der Betrag, mit dem ein Kommanditist im Handelsregister eingetragen ist und der die Haftung dieses Kommanditisten gegenüber Gläubigern der Kommanditgesellschaft begrenzt.

Handelsregister
Kürzel: HR. Öffentliches Verzeichnis beim jeweiligen Amtsgericht. Registriert werden Vollkaufleute, die ein im Handelsgesetzbuch (HGB) genanntes Handelsgewerbe betreiben. Im Handelsregister Abteilung B (HRB) werden Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH, AG) eingetragen, in HRA Personengesellschaften (z.B. Kommanditgesellschaft/KG oder GmbH & Co. KG, Offene Handelsgesellschaft/oHG).

Hands Off
Nach Bereitstellung von Eigenkapital lässt man das Unternehmen agieren ohne bis zum Exit (siehe dort) direkt einzugreifen. Eher passive Betreuung durch Mitwirkung in Beiräten, Aufsichtsräten etc.

Hands On
Aktive Betreuung. Der Investor zielt auf eine Wertsteigerung durch aktive Unterstützung des Managements ab. Siehe auch Added Value (über die Mitwirkung in Beiräten, Aufsichtsräten etc. hinausgehende Aktivitäten).

High Flyer
Bezeichnung für Aktien oder Unternehmensbeteiligungen mit einem extremen Wertanstieg und weit unterdurchschnittlichen Kurs-/Gewinnverhältnis. Gegensatz zu "Flop".

Hurdle Rate
Vor Wirksamwerden der Gewinnbeteiligung der Managementgesellschaft bzw. deren Management (siehe auch Carried Interest) erhalten die Investoren zunächst eine Basisvergütung.

Immobilien-AG
Aktiengesellschaft, deren Geschäftszweck der Erwerb, die Entwicklung, die Verwaltung und/oder die Veräußerung von Immobilien ist.

IMO
International Maritime Organization, Internationale Seeschifffahrts-Organisation. Weltweite Vereinigung im UNO-Rahmen für Fragen der Schiffssicherheit, Seestraßenordnung, des Seerechts.

Independents
Filmproduzenten, die unabhängig von den großen Hollywood-Studios arbeiten.

Independent Fund
Unabhängiger Fonds oder VC-Gesellschaft, die nicht von einer bestimmten Finanzgruppe kontrolliert wird. Gegensatz zu Captive Fund (siehe dort).

Initiator
Unternehmer, der ein Investitionsprojekt startet (initiiert) und dafür privates Anlagekapital öffentlich einwirbt. Erstellt zusammen mit Beratern die Fondskonzeption und den Emissionsprospekt. Besorgt das Fondskapital von Anlegern und Banken und übernimmt oft die Fondsgeschäftsführung.

Interner Zinsfuß (engl. IRR)
Methode aus der dynamischen Investitionsrechnung zur Berechnung einer Rendite, die die Höhe von Zahlungsein- und -ausgängen sowie deren zeitlichen Bezug berücksichtigt. Der interne Zinsfuß trifft keine Aussage über die Verzinsung des ursprünglich eingesetzten Kapitals. (siehe auch: Pressespiegel / Aufsatz zum internen Zinsfuß)

Investitions- und Finanzierungsplan
Übersicht über die Verwendung der für eine Investition benötigten Mittel (Investitionsplan) und über die Herkunft dieser Mittel (Finanzierungsplan).

Investitionsphase
Fondsstart über ca. ein bis zwei Jahre (Fondskonzeption, Prospekterstellung, Beschaffung von Fremd- und Eigenkapital etc.).

Investitionsplan
Plan als Teil der gesamten Unternehmensplanung weist sämtliche wichtigen Kosten während des Fondsbeginns aus: Anschaffungskosten (Schiff, Windkraftanlage, Immobilie), Baunebenkosten, Zwischenfinanzierungszinsen, Anlaufkosten (siehe dort), Sonstiges, Liquiditätsreserve. Die Summe ist das Gesamtinvestitionsvolumen, oft Gesamtaufwand genannt, und muß sich betragsmäßig mit dem Finanzierungsvolumen (Eigen- und Fremdkapital des Fonds) decken. Der Investitions- oder Mittelverwendungsplan entspricht in etwa dem Vermögensbestand einer Planbilanz, der Finanzierungs- oder Mittelherkunftsplan dem Kapitalbestand einer Bilanz.

IPO
Initial Public Offering. Öffentliche Erstemission von Anteilen junger und mittelständischer Unternehmen.

IRR
Internal Rate of Return. Interner Zinsfluss. Finanzmathematische Methode zur Berechnung der Rendite eines Investments.

ISM
International Ship Management Code, auch International Safety Management Code (Internationales Übereinkommen zum Schiffs- bzw. Sicherheitsmanagement). 1987 von der IMO (siehe dort) initiierte Auflagen zur Verbesserung von Management und Sicherheit in der weltweiten Schifffahrt. Im Reedereiauftrag prüfen und zertifizieren (bescheinigen) international tätige Klassifikationsgesellschaften (siehe dort) die Erfüllung des ISM-Code.

IWR
"Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien" an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Aufgabe und Ziel: Schaffung eines Zentrums für die Bündelung der Forschungs- und Wirtschaftsaktivitäten sämtlicher Forschungsrichtungen bei regenerativen Energien (Wind-, Solar-, Bio-, Wasserkraft). Informationsnetzwerk.

Jahresabschluss
Gesetzlich vorgesehene Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung sowie Lagebericht.

Kasko
Schiffskörper, -rumpf ohne Aufbauten, engl. main body. Allgemein: Fahrzeug ohne Ladung. Kaskoversicherung deckt Schäden an Schiffsrumpf, Maschine, Zubehör.

Knoten (kn)
Schiffsgeschwindigkeits-Einheit, gemessen in nautischen Meilen (Seemeilen) pro Stunde. 1 Knoten = 1 Seemeile/Std. = 1,852 km/h.

Kommanditbeteiligung
Anteil eines Kommanditisten an einer Kommanditgesellschaft. Die Höhe der Kommanditbeteiligung ist regelmäßig für den Anteil des Kommanditisten am Ergebnis (Gewinn oder Verlust) und am Vermögen der Kommanditgesellschaft sowie für die Verwaltungsrechte des Kommanditisten (wie z. B. das Stimmrecht) von Bedeutung.

Kommanditgesellschaft (KG)
Personenhandelsgesellschaft mit Gesellschaftern, die beschränkt haften (Kommanditisten) und Gesellschaftern, die unbeschränkt haften (Komplementäre). Siehe §§ 161 bis 177 a HGB.

Kommanditist
Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, bei dem die Haftung gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft auf den Betrag einer bestimmten Vermögenseinlage beschränkt ist.

Kommanditkapital
Kapital, das die Kommanditisten aufbringen. Neben dem Fremdkapital wesentlicher Teil des Gesamtkapitals einer Kommanditgesellschaft (Fonds).

Komplementär
Persönlich haftender Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, haftet unbeschränkt.

Later Stage Financing
Spätphasenfinanzierung. Finanzierung von Expansionen, Übernahmen, Überbrückungen etc. bei etablierten mittelständischen Unternehmen.

LBO
Leveraged Buy Out. Überwiegend fremdkapitalfinanzierte Unternehmensübernahme.

Lead Investor
In einem Syndikat von VC-Gesellschaften der Investor mit den zumeist größten Anteilen, der sowohl die Organisation der Finanzierung als auch die Hands On-Betreuung (siehe dort) übernimmt.

Letter of Credit
Bankbürgschaft - wird z.b. zur Absicherung von Mindesterlösen hinterlegt.

Library
Filmbibliothek (Rechtesammlung).

Liebhaberei
Fehlende Einkünfteerzielungsabsicht.

Liquidation
Beendigung der laufenden Geschäfte, Einziehung der Forderungen, Umsetzung des übrigen Vermögens in Geld und Befriedigung der Gläubiger einer aufgelösten Gesellschaft (geregelt in §§ 145 bis 158 HGB).

Loss-of-hire
Wörtlich: Erlösausfall - wenn das Schiff z.B. durch Dockaufenthalt oder Maschinenschaden nicht einsatzbereit ist und keine Frachtzahlung erhält (off hire). Risiko ist versicherbar. Versicherungsleistung beginnt meistens nach bestimmter Warte- oder Karenzzeit. Off hire auch generell für beschäftigungsloses oder vorübergehend außer Dienst gestelltes, aufliegendes Schiff.

LSt
Lohnsteuer

Major Companies
Große US-Filmgesellschaften wie etwa Disney und Warner Brothers.

Mezzanine Money
Finanzierungsmittel, die die Finanzierungslücke zwischen Fremd- und Eigenkapital in der Kapitalstruktur insbesondere bei MBI / MBO (siehe dort) füllen. Gebräuchlichste Formen: Subordinated Debt (siehe dort), Gesellschafterdarlehen, Vorzugsaktien, Genussscheine, stille Beteiligung, Sellers Notes (siehe dort).

MBI
Management Buy-In. Übernahme eines Unternehmens durch ein externes Management.

MBO
Management Buy-Out. Übernahme eines Unternehmens durch das vorhandene Management.

Merchandising
Vermarktung der Nebenrechte für Spielwaren, T-Shirt-Aufdrucke etc.

Mietgarantie
Garantievertrag, wonach ein Garantiegeber unter bestimmten Voraussetzungen die Zahlung bestimmter Mietzinsen garantiert.

Mindestbesteuerung
In den Jahren 1999 bis inklusive 2003 in § 2 Absatz 3 Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt. Gewinne und Verluste derselben Einkunftsart müssen verrechnet werden. Weitere Verluste bis zu DM 100.000 bei Singels und DM 200.000 bei Verheirateten (Splitting) mit Gewinnen anderer Einkunftsarten verrechenbar. Weitere Verluste nur bis 50 Prozent der verbleibenden Gewinne verrechenbar. Weitere Verluste in Vorjahr/Folgejahre rück- bzw. vortragbar.

Minimumgarantie
Mindestbetrag, den Verleiher unabhängig vom Filmerfolg an Produzenten zahlen.

Minusvermögen
negative Werte > positive Werte

Mittelverwendungskontrolle
Kontrolle der von den Kapitalanlegern eingezahlten Gelder, z.B. durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft oder einen Rechtsanwalt.

MS
Motorschiff. Ähnlich MV (motor vessel)

MT
Motortanker

Multi Purpose
Wörtlich "Mehrzweck". Gemeint sind multi purpose carrier oder Mehrzweckfrachter. Im Gegensatz zu Spezialschiffen wie Tankern, Fähren oder Kühlschiffen können Mehrzweckschiffe mehrere Ladungsarten gleichzeitig befördern (Stückgut, Container, Massengut, Schwer- und Gefahrgut).

MWh
Megawattstunden, kWh = Kilowattstunden. 1 MWh = 1.000 kWh. MWh bzw. kWh ist die Maßeinheit für die produzierte Energie (wie Stückzahl bei einer Autoproduktion). Dagegen ist MW bzw. kW die Maßeinheit für die Leistung einer Windenergieanlage (wie PS beim Auto).

Nabenhöhe
Die Höhe vom Turmfuß einer Windenergieanlage bis zur Gondel, und zwar an der Verbindung von Rotorblättern zur Rotorwelle (Nabe/Horinzontalachse) etwa in Höhe der Gondelmitte.

Nebenkosten
Betriebskosten, die durch Eigentum und Gebrauch des Investitionsobjekts laufend entstehen.

Nennleistung
Unter Nennleistung versteht man die Leistung, auf die die Windenergieanlage und der Generator ausgelegt sind.

Nettocharterrate
Netto"miet"preis für ein Schiff, nachdem von der Bruttocharterrate (siehe dort) Vermittlungsvergütungen (Kommissionen) und Bereederungsgebühr (für technisches und kaufmännisches Schiffsmanagement) abgezogen worden sind.

Nettoerlöse
Bruttoerlöse minus Vertriebskosten.

Nettolageertrag
Durchschnittlicher Jahresenergieertrag eines Windparks unter Berücksichtigung des Parkwirkungsgrades (siehe dort), der Netzverluste (siehe dort) und der technischen Verfügbarkeit.

Nettoraumzahl (NRZ)
Angabe zur Schiffsgröße. Siehe Tonnage, Tonnagesteuer.

Netzverlust
Entsteht bei Energieübertragung. Netzverluste sind nichts anderes als Energieverluste, die stromdurchflossene Leiter als Wärme an ihre Umgebung abgeben. Je kleiner der Querschnitt eines Leiters und je höher der Strom ist, der durch einen Leiter geschickt wird, desto höher sind die Wärmeverluste.

Nichtvalutierungsbestätigung
Bestätigung eines Grundpfandrechtsgläubigers, dass die Forderung, die ein Grundpfandrecht sichert, (z. B. durch vollständige Rückzahlung eines Darlehens) erloschen ist.

Nutzungsphase
Vermietungsphase

Objektgesellschaft
Vom Gesetz nicht verwendete Bezeichnung für eine Gesellschaft, deren Gegenstand der Erwerb und/oder das Halten eines bestimmten Vermögensgegenstandes ("Objekt") ist.

OFD
Oberfinanzdirektion. Mittelbehörde der Bundes- und Länderfinanzverwaltung.

OptiSlip
Generatortechnik des Windenergieanlagen-Herstellers Vestas. Das System ermöglicht dem Triebstrang eine Drehzahländerung von bis zu 100 Prozent bei plötzlichen Windböen. OptiSlip trägt zur Optimierung der Stromqualität bei (zum Vorteil für das Energieversorgungsunternehmen, das die erzeugte Energie abnimmt und an den Verbraucher weitergibt) und vermindert die Belastung aller Anlagenteile (zum Vorteil für den Betreiber der Windenergieanlage).

OptiTip
Mikroprozessorgesteuertes Pitchregelungssystem (siehe Pitchregelung) des Windenergieanlagen-Herstellers Vestas. OptiTip sorgt für bestmöglichen (optimalen) Anstellwinkel der Rotorblätter zum Wind. Optimierung hoher Leistungsfähigkeit bei geringer Geräuschentwicklung - je nach Standortanforderung.

Panamax
Kurzbezeichnung für Schiffe, die den Panama-Kanal zwischen Atlantischem und Pazifischem Ozean befahren können. Schleusen begrenzen Schiffsbreite auf rd. 32 Meter. Maximaler Tiefgang ca. 12 Meter.

Paragraf 2b EStG
Im Rahmen des Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002 eingeführter Paragraf in das Einkommensteuerrecht. Ziel des Gesetzgebers: Abschaffung der Steuersparmodelle. Ausnahmen: Investitionsstart vor 5. März 1999, Beitritt des Anlegers vor 01. Januar 2001. 2b-Formulierung ("Fallensteller-Paragraf") äußerst umstritten, wahrscheinlich verfassungswidrig.

Parkkonfiguration
Anordnung der Windenergieanlagen in der Gruppe (Windpark), z.B. einreihig oder mehrreihig versetzt.

Parkwirkungsgrad
Beschreibt die zu erwartenden Abschattungseffekte bei Windparks und die damit verbundene Beeinflussung des Energieertrages in Prozent (Verminderung des Energieertrages im Vergleich zur Einzel-Windenergieanlage).

Pay Back
Investierter Betrag plus Capital Gain (siehe dort), realisiert beim Exit (siehe dort).

Persönlich haftender Gesellschafter
Siehe Komplementär

Pflichteinlage
Einlage (z. B. Geldbetrag), die ein Gesellschafter (z. B. ein Kommanditist) aufgrund des Gesellschaftsvertrages an die Gesellschaft (z. B. an eine Kommanditgesellschaft), an der er beteiligt ist, zu leisten hat.

Pitchregelung
Die aktive Blattverstellung (pitch) beeinflusst den Auftrieb des Rotorblattes der Windenergieanlage durch kontinuierliche Änderung des Blattanstellwinkels. Die aktive Blattverstellung erfordert höheren mechanischen Aufwand als der passive Strömungsabriss (stall). Siehe auch Stallregelung.

Platzierungsgarantie
Zusicherung gegenüber dem Kapitalanleger, dass das Platzierungs- oder Emissionskapital eines geschlossenen Fonds vollständig gezeichnet wird. Der Garant gewährleistet, dass er oder ein Dritter eventuelle Platzierungsreste zu einem bestimmten Zeitpunkt übernimmt.

Presales
Rechteverkauf vor Fertigstellung.

Prime-time
Abendliche Hauptsendezeit im TV.

Probebetrieb
Nach der Fertigstellung des Windparks wird ein Probebetrieb durchgeführt, in dem die Windenergieanlagen justiert und an die örtlichen Verhältnisse angepasst werden. Nach Abschluss des Probebetriebes findet mit der Abnahme die Inbetriebnahme statt.

Produktentanker
Zu den Öltankern zählende Spezialschiffe für den Transport von Mineralölprodukten. Neubauten müssen mit Doppelhülle konstruiert sein. Produktentanker unterliegen strengen Umweltschutzauflagen.

Progressionsvorbehalt
Das ausländische steuerliche Ergebnis wird zur Steuersatzbestimmung des deutschen zu versteuernden Einkommens herangezogen. Berechnung des ausländischen steuerlichen Ergebnisses nach deutschen Vorschriften ("Schattenveranlagung").

Prospektprüfung
Prüfung des öffentlichen Verkaufsprospekts durch Wirtschaftsprüfer. Deren Berufsorganisation, das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW), hat Prospektprüfungsgrundsätze formuliert (Standard "IDW S 4")

Ratchet/Sliding Scale
Bonus- und/oder Malusvereinbarung, bei der abhängig von der Zielerreichung des Unternehmens Eigenkapitalanteile zu Vorzugskonditionen vom Verkäufer (Bonus) oder Käufer (Malus) erworben werden können.

Recoupment
Mittelrückfluss aus der Filmverwertung. First Recoupment erlaubt eine Vorwegentnahme aus den Erlösen der Filmrechte.

Reederei
Schiffseigentümergesellschaft, Schiffseigner. Oft allgemein im Sinne von Schifffahrtsunternehmen.

Rendite
Der Gesamterfolg eines angelegten Kapitals, meist in Prozent des angelegten Kapitals ausgedrückt. Wissenschaftlich korrekt mit der Methode des "Internen Zinsfußes" berechnet (siehe dort).

Replacement Capital
Kauf der Unternehmensanteile von Anteilseignern, die die Firma verlassen wollen.

Restart/Turnaround
Aufgrund der schlechten Lage eines Unternehmens wird ein neues Unternehmenskonzept erstellt. Ggf. soll auch mit neuem Management und einer geänderten Produktpalette das Unternehmen neu gestartet werden.

Ro-Ro
Roll-on-Roll-off. Ro-Ro-Schiffe verfügen über Heckladerampe oder Bugklappe für die Aufnahme von Schienen- oder Straßenfahrzeugen einschließlich Trailer und Anhänger.

ROI
Return on Investment. Siehe auch IRR. Gewinn aus Ausschüttungen und der Veräußerung einer Beteiligung.

Rückbau
Demontage der Windkraftanlage(n) bei Betriebseinstellung. In Höhe der dafür anfallenden Kosten wird vorsorglich eine besondere Rücklage gebildet, die bei Betriebsaufgabe aufgelöst wird.

Schiffshypothekendarlehen
Bankdarlehen. Die Darlehensforderung ist - ähnlich wie bei der Immobilienfinanzierung - durch Eintragung einer Schiffshypothek im Seeschiffsregister abgesichert.

Secondary Purchase
Exitvariante. Eine VC-Gesellschaft verkauft ihre Anteile an einem Unternehmen an eine andere VC-Gesellschaft bzw. einen finanziell interessierten Partner.

Second Round Financing
Zweite Finanzierungsrunde für ein Unternehmen, das bereits Venture Capital erhalten hat.

Second Stage Financing
Kapital für Unternehmensexpansion, wenn bereits eine Produktlinie etabliert ist, jedoch meist noch kein Gewinn erwirtschaftet wird.

Seed Capital
Finanzierung der Ausreifung und Umsetzung einer Idee in verwertbare Resultate, bis hin zum Prototyp, auf deren Basis ein Geschäftskonzept für ein zu gründendes Unternehmen erstellt wird.

Seller's Notes
Kaufpreisstundungen. "Stehen gelassene" Kaufpreisforderungen seitens der Verkäufer, quasi ein Verkäuferdarlehen (ggf. mit Bindung an Zielerreichungsgrad).

Sensitivitätsanalyse
Ein mathematisches Modell zur Darstellung, wie sich eine zu prognostizierende Größe durch Änderung eines Eingangsparameters (bei Konstanthaltung aller übrigen Daten) ändert.

Share Deal
Firmenübernahme durch Kauf der Geschäftsanteile.

Short-Fall-Guarantee
Erlösversicherung, zahlt Differenz zwischen Einnahmen und vereinbarten Erlösen bis zu einem vereinbarten Prozentsatz.

Sonderbetriebsausgaben
Werbungskosten, die nicht im Rahmen der Fondsgesellschaft, sondern beim einzelnen Gesellschafter anfallen

Spekulationsfrist
steuerlich relevante Frist, innerhalb der Veräußerungen nicht steuerfrei sind.

Spin-Off
Ausgliederung / Verselbständigung einer Abteilung oder eines Unternehmensteils aus einer Unternehmung / Konzern.

Stallregelung
Der passive Strömungsabriss (engl. stall einer Windenergieanlage) vermindert den Auftrieb und erhöht den Widerstand des Rotorblattes. Bei zunehmendem Wind wird der Anstellwinkel des Blattprofils zum Wind größer, bis die Strömung auf der Oberseite des Profils abreißt.

Start-Up Financing
Gründungsfinanzierung. Das betreffende Unternehmen befindet sich in der Gründungsphase, im Aufbau oder seit kurzem im Geschäft und hat seine Produkte noch nicht oder nicht in größerem Umfang vermarktet.

Steuerliches Ergebnis
Positiver oder negativer Saldo der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Das steuerliche Ergebnis (Gewinn oder Verlust) wird bei einer Kommanditgesellschaft den Gesellschaftern zugewiesen. Siehe auch Gewinnzuweisung.

Stiller Gesellschafter
Beteiligt sich als stiller Teilhaber am Handelsgewerbe des tätigen Teilhabers (Inhaber, Geschäftsherr - meistens GmbH, KG, AG). Grundsätzlich kennt die im Handelsgesetzbuch (HGB) geregelte stille Gesellschaft nur zwei Gesellschafter, den Stillen und den Geschäftsherrn. Kein Gesellschaftseintrag im Handelsregister. Der Stille bleibt anonym. Seine Einlage geht in das Vermögen des Geschäftsherrn über. Also im Gegensatz zur Kommanditgesellschaft kein gemeinsames Vermögen. Oft fester Jahreszins vereinbart. Stiller Gesellschafter ist am Gewinn beteiligt. Verlustbeteiligung kann ausgeschlossen werden. Eine aus der (typisch) stillen Beteiligung abgeleitete, aber gesetzlich nicht geregelte Variante ist die atypisch stille Gesellschaft (mitunternehmerische Beteiligung am Gewinn und Verlust und an stillen Reserven).

Stille Reserven
Vermögenswerte, die anders als Rückstellungen oder offene Rücklagen in der Bilanz eines Unternehmens nicht ausgewiesen sind. Entstehen durch Unterbewertung von Vermögen (seltener durch Überbewertung von Schulden).

Subordinated Debt
Nachrangige Fremdmittel. Die Nachrangigkeit bezieht sich auf die Rangfolge der Fremdkapitalgeber untereinander, insbesondere für den Vergleichs- bzw. Liquidationsfall.

Suezmax
Kurzbezeichnung für Schiffe, die den Suez-Kanal zwischen Mittelmeer und Rotem Meer passieren können. Keine Begrenzung der Schiffslänge, aber der Breite auf maximal etwa 70 Meter und des Tiefgangs auf höchstens ca. 17 Meter.

Syndication
Co-Investments. Um auch größere Investments mit hohem Risiko zu finanzieren, schließen sich mehrere Kapitalbeteiligungsgesellschaften zusammen.

Teilentgeltliches Veräußerungsgeschäft
= gemischte Schenkung = unentgeltliche Übertragung, die mit einer Schuldübernahme verbunden ist.

Teilwert
Begriff aus dem Steuerrecht (Bewertungsgesetz). Anteiliger Preis (Markt-, Verkehrswert) für ein bestimmtes Wirtschaftsgut im Rahmen des Gesamtkaufpreises für das Unternehmen.

TEU
Twenty-foot equivalent unit, Standardcontainer mit einer Länge von 20 Fuß (rd. sechs Meter). Siehe auch FEU und Container.

Third Stage Financing
Kapital für Erweiterung der Unternehmensausstattung oder Produktentwicklung

Timecharter
Zeitcharter. Siehe unter Charterer.

Tonnage
Begriff aus der Schiffsvermessung. Maßeinheit für Schiffsraum waren ursprünglich Weinfässer (tuns) und Heringstonnen. Seit 19. Jahrhundert Messung des Rauminhalts (Volumens), nicht Gewichts, des Schiffes in Raum- oder Registertonnen - Bruttoregistertonne (BRT, engl. Gross Registered Tonnage/GRT) à 100 Kubikfuß oder rd. 2,83 Kubikmeter. Nettotonnage (NRT) nur Rauminhalt des Frachtraums. Seit 1982 Vermessung nach Brutto- und Nettoraumzahl (BRZ, NRZ). Tonnagesteuer (siehe dort) orientiert sich an Nettoraumzahl. Siehe auch dwt.

Tonnagesteuer
Seit 1. Januar 1999 können Reedereien ihren Gewinn pauschaliert anhand des Schiffsraums ermitteln (§ 5 a EStG Basis ist die Nettoraumzahl (NRZ) des Schiffes.

Top-Quartile-Fonds
Führende Private-Equity-Firmen. Unter dem "Top- oder Upper-Quartile" wird - vereinfachend gesprochen - das nach erzielten Ergebnissen obere Viertel aller Private-Equity-Fonds verstanden.

Totalüberschuss, Totalgewinn
Überschuss der Einnahmen über die Verluste der Anfangsjahre

Track Record
Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte einer Beteiligungsgesellschaft bzw. eines Unternehmens oder auch eines Managers, Unternehmers.

Trade Sale
Veräußerung der Unternehmensanteile an einen industriellen Investor.

Treasury Bonds
Werden hinterlegt, um Zahlungsversprechen, z.B. Minimumgarantien, abzusichern.

Treugut
Von einem Treuhänder für den Treugeber gehaltenes Wirtschaftsgut

Treuhandgesellschaft
Unternehmen, das treuhänderisch und uneigennützig "im Auftrag und für Rechnung" eines oder mehrerer Treugeber (Anleger) tätig ist.

Turnaround Financing
Finanzierung eines Unternehmens, das sich nach Überwindung von Schwierigkeiten (z.B. Absatzproblemen) wieder aufwärts entwickeln soll.

Überschussrechnung
Steuerlich vorgesehene Gegenüberstellung der Einnahmen und Werbungskosten.

Umsatzsteueroption
Recht eines Unternehmers, einen Umsatz, der nach dem Umsatzsteuergesetz steuerfrei ist, als umsatzsteuerpflichtig zu behandeln.

Umspannwerk
Begriff aus der Elektrizitätsversorgung. Transformator- oder Verteilerstation, an der die Spannungsebene des Windparks auf die Spannungsebene des Energieversorgungsunternehmens (EVU) transformiert - umgesetzt - wird (z.B. von 30 kV/Kilovolt auf 110 kV).

Unbeschränkte Steuerpflicht
Steuerpflichtiger mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland (§ 1 Abs. 1 EStG)

Untervermietung
Vermietung eines Gegenstands durch den Mieter an einen Dritten (sogenannter Untermieter). Die Untervermietung lässt die dem Vermieter und dem Mieter aus dem (Haupt-)Mietvertrag obliegenden Pflichten, z. B. zur Zahlung der (Haupt-)Mietzinsen, unberührt. Bei Vermietung von anderen Sachen als Wohnraum ist eine Untervermietung grundsätzlich nur mit Zustimmung des Vermieters zulässig; eine solche Zustimmung kann der Vermieter, ggf. unter bestimmten Auflagen und Bedingungen, auch bereits im Mietvertrag erteilen.

Verlustausgleichsbeschränkung
Siehe Ausgleichsfähige Verluste.

Verlustquote
Verlustanteile in Bezug auf die Einlage

Verlustzuweisung
Anteilige Übertragung des steuerlichen Jahresverlustes auf die Kapitalanleger. Analog zur Gewinnzuweisung. Siehe dort.

Verlustzuweisungsgesellschaft
Gesellschaft, die mit hohen Verlustzuweisungen wirbt

Verlängerungsoption
Recht einer Vertragspartei (z. B. eines Mieters), die Laufzeit eines Dauerschuldverhältnisses (z. B. eines Mietvertrages) durch einseitige Erklärung ein- oder mehrmals um bestimmte Zeiträume zu verlängern.

Vermögensverwaltende Gesellschaft
Eine Gesellschaft, die lediglich steuerliche Überschusseinkünfte (insbesondere Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sowie Einkünfte aus Kapitalvermögen), also nicht sonstige Einkünfte (z. B. Einkünfte aus Gewerbebetrieb) erzielt.

Vermögensverwaltung
Keine gewerbliche Tätigkeit

Verrechenbare Verluste
Derjenige Teil der Verluste, der den Höchstbetrag der ausgleichsfähigen Verluste überschreitet und deswegen auf Folgejahre vorgetragen wird. Siehe auch Ausgleichsfähige Verluste.

Vertretung einer Gesellschaft
Recht, eine Gesellschaft Dritten gegenüber zu vertreten (die Vertretung einer Kommanditgesellschaft steht regelmäßig dem oder den persönlich haftenden Gesellschafter(n) zu).

Veräußerungserlös
Verkaufspreis des Investitionsobjekts. Vom Erlös sind eventuell Maklerprovisionen oder sonstige Vergütungen sowie der Buchwert abzuziehen, um den Veräußerungsgewinn zu ermitteln.

Vorfälligkeitsvergütung
Vergütung für vorzeitige Zahlung (vor Fälligkeit) der Kapitaleinlage. Eine Art Zinsertrag für den Anleger - steuerlich: Sonderbetriebseinnahmen.

Vorsteuerabzug
Abzug der in Rechnung gestellten Umsatzsteuer.

Wechselkursrisiko
Risiko, der Veränderung des Kurses einer Währung gegenüber einer anderen Währung (so trägt z. B. jemand, der einen Kredit in Schweizer Franken aufnimmt, den er mit Einnahmen in EUR zu bedienen beabsichtigt, das Risiko, dass der Kurs des Schweizer Franken im Verhältnis zum EUR bei Fälligkeit der Zins- und Tilgungszahlungen gegenüber dem Kurs bei Ausgabe des Kredits gestiegen ist).

Werbungskosten
Sofort absetzbare Kosten bei der Einkunftsart Vermietung u. Verpachtung

Wertsicherungsklausel
Vertragliche Bestimmung, wonach sich ein bestimmter Betrag (z. B. ein Mietzins) in Abhängigkeit von der Entwicklung einer bestimmten Größe (z. B. eines Lebenshaltungskostenindex) verändert. Geldschulden dürfen nach dem Preisangaben- und Preis-Klauselgesetz grundsätzlich nicht unmittelbar und selbstständig durch den Wert von anderen Gütern oder Leistungen bestimmt werden, die mit den vereinbarten Gütern oder Leistungen nicht vergleichbar sind. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung; eine solche Genehmigung findet sich in der Preisklauselverordnung für Preisklauseln in Mietverträgen über Gebäude oder Räume (ausgenommen Wohnraum), wenn u. a. die Entwicklung des Mietzinses durch die Änderung eines amtlichen Lebenshaltungsindex bestimmt wird und der Vermieter für mindestens zehn Jahre auf das Recht zur ordentlichen Kündigung verzichtet.

Windows On Technology
Bevorzugtes Interesse eines Corporate-Venture-Funds (siehe dort) eines Industriekonzerns, der sich über Venture-Capital-Beteiligungen Zugang zu neuen Technologien verschaffen will.

Wohnsitzfinanzamt
zuständiges Finanzamt der Gesellschafter

Währungsrisiko
Risiko, durch nachteilige Schwankung des Wechsel- oder Umtauschkurses zweier Währungen Geld zu verlieren. Beispiel: Bau- oder Kaufpreis in USD bei Zahlung zu späterem Termin vereinbart. Ist im Zahlungszeitpunkt der Dollar gegenüber dem EUR gestiegen (teurer geworden), müssen mehr EUR für den Dollar-Preis "investiert" werden. Durch rechtzeitigen Dollar-Kauf zum noch günstigen Dollar/Euro-Verhältnis hätte das Währungsrisiko ausgeschaltet werden können.

Zinsabschlagsteuer
Kapitalertragsteuer auf Zinsen, die bei der Auszahlungsstelle der Zinsen (häufig einer Bank) erhoben wird.

Zinsfestschreibung
Zeitraum, in dem der für ein Darlehen zu entrichtende Zins in bestimmter Höhe vertraglich festgeschrieben ist.

Zweitmarkt
(Sekundär-, Secondhand-Markt) Inoffizieller Markt für "gebrauchte" Gesellschaftsanteile, meistens Kommanditanteile. Ein amtlich zugelassener Markt oder eine Börse existieren nicht.

Zwischenfinanzierung
Kurzfristiger Kredit, der zur Finanzierung bis zur Ablösung durch einen langfristigen Kredit gegeben wird.

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